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Idee

Lenzburg verändert sich. Innert kürzester Zeit sind neue Quartiere entstanden, hat sich das Aussehen von manchen Strassenzügen gänzlich verändert. Waren es nach der Verkehrsberuhigung zunächst die wenigen Strassenzüge der historischen Altstadt, die ein neues Gesicht bekamen und Lenzburg mit einem Schlag wohnlicher werden liess, sind es nun die Aussenquartiere, die sich wandeln. Aus der weiten offenen Matte der „Widmi“ entsteht ein dicht mit Mehrfamilienhäusern bebautes Quartier. Wer von Ammerswil her der Stadt zufährt, hat nicht mehr freien Blick aufs Schloss. Er wird von einem Wohnquartier mit eigenem Park empfangen. Oder die Othmarsingerstrasse. Einst eine typische Ausfallstrasse mit Tankstellen, Vorstadthäusern, Bauernhäusern, sind die Baulücken nun mit zeitgemässen Mehrfamilienhäusern mit mächtigen Glasbalkonen aufgefüllt. Der Charakter der Strasse, inzwischen verkehrsberuhigt, ist noch unentschieden. Die Breite markiert immer noch eine wichtige Verkehrsachse. Mit hoher Geschwindigkeit hat sich das Industrieareal der Hero beim Bahnhof verändert. Wo noch bis vor kurzem Industriehallen, Bahngeleise, Bürogebäude dominierten ist innert kürzester Zeit ein in sich geschlossenes Quartier mit Altersresidenz, Wohnungen, Spielplatz, Geschäftsräumen entstanden.

Diese von aussen ablesbaren Veränderungen fordern heraus. Vertrautes ist plötzlich nicht mehr da. Neues behauptet sich selbstverständlich. Menschen, die seit Jahrzehnten hier wohnen und leben müssen sich damit auseinandersetzen. Und es kommen neue Menschen nach Lenzburg, welche die Weite der „Widmi“ nie erlebt haben, für welche die Hero höchstens noch ein Name ist, der sich mit Lenzburg verbindet.

Mit dem Projekt „Transformator- Kunst im Quartier“ möchten wir auf diese Gegebenheiten reagieren. Künstlern die Gelegenheit geben, sich mit den Veränderungen auseinander zu setzen. Die neuen Quartierbewohner und den Alteingesessenen gleichermassen auffordern, sich mit ihrer Umgebung auseinanderzusetzen und diese in den kleinen Räumen, die möglich sind, mitzugestalten.


Absicht

Mit drei Kunstprojekten im Abstand von je einem Jahr soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die stattgefunden Veränderungen gerichtet werden. Geplant sind:


Herbst 2016: Othmarsingerstrassen Quartier
Herbst 2017: West Quartier
Herbst 2018: Widmi

In diesen Kunstprojekten geht es darum

  • künstlerisch, sei es mit Installationen, Plastiken, Performances auf die ablesbaren Veränderungen in den drei genannten Quartieren zu reagieren.

  • Den Menschen in diesen Quartieren einen sozialen Treffpunkt anzubieten, wo sie miteinander in Kontakt kommen können und sich über die Wünsche und Vorstellungen des weiteren Zusammenlebens austauschen können.

  • Der Bevölkerung von Lenzburg einen Einblick in die neuen Quartiere ermöglichen.

  • Zielpublikum sind zum einen die Bewohner dieser Quartiere und zwar sowohl die Alteingesessenen wie auch die Neuzugezogenen. Für sie sind die verfremdenden Eingriffe der Künstler im Alltag unmittelbar sicht- und erlebbar. Über die Ausstellungen und die begleitenden Aktivitäten sollen sie miteinander ins Gespräch kommen.

    Die Einwohnerinnen und Einwohner von Lenzburg sind ein weiteres Zielpublikum. Mit den Projekten werden sie eingeladen, sich mit einem neuen Teil ihres Wohnortes auseinanderzusetzen.

    Überregional möchte dieses Projekt alle kunstinteressierten Personen, die sich auf etwas Neues einlassen möchten, ansprechen. Das Projekt kann auch als Beispiel gesehen werden, wie man in einer Gemeinschaft proaktiv mit Veränderungen umgehen kann.

     

    Durchführung

    Vehikel für das Projekt ist ein Bauwagen, der Infopunkt für die Ausstellung und Treffpunkt für die Quartierbewohner sein soll. Dieser wird an einem zentralen Ort für die Dauer der Ausstellung platziert. Seine Gestaltung ist immer wieder neu und bereits Teil des Projekts.

    Für jede der Ausstellungen werden Künstler eingeladen. Die Werke müssen einen Bezug zum Ort haben. Allenfalls am Ort bereits vorhandene Kunstwerke werden mit einbezogen. Die Ausstellungen werden von Oliver Ziltener kuratiert und mit Vernissagen eröffnet. Geplant sind Vemittlungsangebote für Quartierbewohner und weitere Besucher. Es gibt einen Artprice-O-mat. Er fordert die Besucher auf für ihren liebsten Künstler/Kunstwerk zu Voten. Am Ende der Ausstellung wird der Gewinner gekürt, wobei der Verteilschlüssel allen beteiligten Kunstschaffenden zu einem finanziellen Beitrag verhilft.

    Anstoss für Quartieraktivitäten: Die Ausstellung soll Kristallisationspunkt für soziale Aktivitäten der Quartierbewohner sein: Gesprächsabende Alteingesessene/Neuzugezogene, Quartierfest.

     

Die Beteiligten

>>Kontakt

Die KKL ist ein vom Stadtrat gewähltes Gremium. Es unterstützt kulturelle Aktivitäten aus verschiedenen kulturellen Sparten.

Innerhalb der KKL ist die „Ausstellungsgruppe“ verantwortlich für das Projekt:
Werner Christen, Kontaktperson Projekt „Transformator“, Dozent PH FHNW im Ruhestand, Beirat Lehrgang KUVERUM
Beatrice Burgherr, Präsidentin der Kulturkommission, lic. phil. I, NDS Kulturmanagement
Stefanie Jud, lic. phil. I, CAS Kulturmanagement

Weitere Beteiligte

 

Bei jedem Projekt ist ein Bewohner/eine Bewohnerin des Quartiers bei den Vorbereitungen mit dabei.

 

Die Ortsbürgerkommission Lenzburg, welcher die Pflege der Traditionen am Herzen liegt, beteiligt sich ideell, wie auch finanziell an dem Projekt.



Kuration

>>Kontakt

Oliver Ziltener, Kulturmanager CAS  >> www.zilti.net

Dominik Lipp, Künstler HSLU  >> www.dominiklipp.net

Der Art-price-O-mat

Nach einer Idee von Martin Gut, Künstler aus Luzern.

Der "Artpriceomat" ist eine Reaktion auf den Umstand, dass für die meisten Kunstschaffenden die Ausstellungstätigkeit mehr kostet, als sie finanziell einbringt. Der "Artpriceomat" ist Martin Gut`s Lösungsansatz für dieses Problem.

>>Info zum Automat

 



Der physische TRANSFORMATOR

Ein ausrangierter Bauwagen welcher sich transformierte zum "Kulturwagen". Er ist dreh und angelpunkt der Ausstellungen.

Die Transformierung....

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