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Arlette Ochsner
*1960 Zürich, lebt und arbeitet in Lenzburg

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Das Kamin

Das Fabrikareal der Hero Lenzburg war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Von aussen gesehen war es ein sich immer wieder veränderndes durcheinander von Hallen und Häusern.
Eher diskret, fast unauffällig stand auf dem Gelände lange Zeit ein weitherum sichtbarer 35 Meter hoher Backsteinkamin. Da ein Hochkamin zu einer Fabrik dazugehört, wurde diesem, trotz seiner Imposanz, keine grosse Beachtung geschenkt.
Daher wurde auch kaum bemerkt, als er vor etwa 20 Jahren plötzlich verschwand. Es hat nur ganz kurze Zeit etwas gefehlt. Dann war er einfach nicht mehr da. Dieses unbeachtete, zum Alltag gehörende Verschwinden, das nicht mehr genau Wissen, was da eingentlich mal war, sind Hintergrund meiner künstlerischen Auseinandersetzung. Meine Arbeit wird sich im weitesten Sinne um diesen Kamin, um das Vergessen, das Erinnern und das Mögliche drehen

 
Anmerkung des Kurators:
Wie nah das vergessen und erinnern sein kann beweist, dass es nicht möglich war die Installation auf dem Original Platz des Hochkamins zu platzieren. Nicht etwa möglich aus Gründen der Unmöglichkeit einer platzierung, sondern der einseitig durchdachten Architektur heutzutage, welche keine Veränderungen will sondern normiert und standartisiert ist.
Bequem und ökonomisch soll der Unterhalt sein. Der Mensch ist wie bei vielen Bauplänen auf der Präsentationsgrafik gezeichnet, findet sich aber auf dem realen Platz nicht mehr. Weil nur ein Bänkli nicht reicht wenn der Ausblick nicht fordert oder überrascht.

Das Werk "Kamin" von Arlette Ochsner steht nun am nächst möglich akzeptierten Platz. Geliefert, abgestelllt und bereit für seine Funktion. Den nach dem Abriss seines Motivgebers soll nichts mehr an die Vergangenheit des Areals erinnern.


geplante nicht umgesetzte Skizze

 

 

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